EPCIS (Electronic Product Code Information Services) modelliert die Lieferkette als Ereignisstrom, wobei jedes Ereignis vier Dimensionen beantwortet: welches Objekt, wann es geschah, wo es war und der Geschäftsschritt oder Zustand (das Warum). Version 2.0, von GS1 2022 ratifiziert, ergänzt native JSON-/JSON-LD-Bindungen und eine REST-API, sodass Ereignisse web-tauglich sind statt in XML eingeschlossen.
Für einen Digitalen Produktpass ist das das Rückverfolgbarkeits-Rückgrat: Statt einer flachen Behauptung wie „in der EU hergestellt“ kann ein Pass auf die tatsächliche Kette von EPCIS-Ereignissen verweisen — Herstellung, Verpackung, Versand, Reparatur, Recycling —, die eine Marktüberwachungsbehörde oder ein Recycler prüfen kann. TracePass kann Lebenszyklusdaten eines Passes als EPCIS-2.0-Ereignisse exportieren.
Häufig gefragt
Was bedeuten die vier EPCIS-Dimensionen?
Jedes EPCIS-Ereignis erfasst Was (das Objekt bzw. den EPC), Wann (den Zeitstempel), Wo (den Ort) und Warum (den Geschäftsschritt und Zustand, etwa Versand oder Wareneingang). Zusammen lassen sie jeden Leser rekonstruieren, was mit einem Produkt geschah — ohne gemeinsame private Datenbank.
Wie unterscheidet sich EPCIS 2.0 von Version 1.2?
EPCIS 2.0, 2022 von GS1 ratifiziert, ergänzt JSON- und JSON-LD-Serialisierungen sowie eine Standard-REST-API neben dem ursprünglichen XML — und macht Ereignisse nativ web- und Linked-Data-tauglich. Genau das macht es zur natürlichen Wahl für einen JSON-LD-Digitalen-Produktpass.