PEF baut auf der Ökobilanz (LCA) auf, begrenzt sie aber: Methode, Wirkungskategorien und Berechnungsregeln sind festgelegt, und für viele Produktgruppen schreibt eine Produktkategorieregel (PEFCR) genau vor, wie eine Studie durchzuführen ist. Diese Standardisierung ist der Sinn — sie macht den Fußabdruck eines Produkts mit dem eines anderen vergleichbar, statt sich auf unvergleichbare, selbst deklarierte Ökobilanzen zu stützen.
Eine vollständige PEF-Studie ist datenintensiv und meist eine kostenpflichtige, expertengeführte Arbeit. Für einen Digitalen Produktpass ist eine abgeschlossene PEF (oder ein PEFCR-konformer CO2-Fußabdruckwert) ein wiederverwendbarer Input: Das überprüfte Wirkungsergebnis kann die Umweltfußabdruck-Felder des DPP füllen, statt neu berechnet zu werden. PEF ist eine Methode; eine EPD ist eine überprüfte Deklaration, die oft PEF- oder LCA-basierte Ergebnisse ausweist.
Häufig gefragt
Ist PEF dasselbe wie ein CO2-Fußabdruck?
Nein. Der CO2-Fußabdruck (Klimawirkung) ist eine der Kategorien, die eine PEF misst; PEF deckt ein breiteres Spektrum ab — Wasserverbrauch, Ressourcenerschöpfung, Eutrophierung und mehr. Der CO2-Fußabdruck eines Produkts kann ein einzelnes Ergebnis einer umfassenderen PEF-Studie sein.
Verlangt ein DPP eine PEF-Studie?
Nicht generell. Die ESPR-Durchführungsrechtsakte legen die Anforderungen an den Umweltfußabdruck je Produktgruppe fest, einige werden auf PEF- oder PEFCR-Methoden zurückgreifen. Wo eine PEF oder Ökobilanz bereits vorliegt, kann TracePass deren überprüfte Ergebnisse mit Quellenangabe in die betreffenden DPP-Felder übernehmen, statt eine neue Studie zu beauftragen.