Die CE-Kennzeichnung ist kein Qualitätssiegel und keine behördliche Zertifizierung — in den meisten Fällen ist sie die eigene Bescheinigung des Herstellers, in dessen Verantwortung abgegeben, dass das Produkt der gesamten für es geltenden EU-Gesetzgebung entspricht (Maschinen, EMV, Niederspannung, Spielzeug, Medizinprodukte usw.). Bei Produkten mit höherem Risiko muss eine benannte Stelle eingebunden werden, doch die rechtliche Verantwortung für die Erklärung bleibt beim Wirtschaftsakteur.
Für einen Digitalen Produktpass sind die CE-Kennzeichnung und die zugrunde liegende EU-Konformitätserklärung natürliche Ankerpunkte: Ein Pass für ein CE-gekennzeichnetes Produkt kann direkt auf die Konformitätserklärung und die Konformitätsnachweise verweisen, sodass eine Marktüberwachungsbehörde, die den QR scannt, die Compliance-Dokumentation erreicht statt einer Marketingseite. Die CE-Kennzeichnung selbst ist ein Datenfeld, auf das viele Pässe verweisen.
Häufig gefragt
Bedeutet die CE-Kennzeichnung, dass ein Produkt von der EU zertifiziert wurde?
Nein. Für die meisten Produkte ist sie die eigene Konformitätserklärung des Herstellers, in dessen Verantwortung abgegeben. Nur bei Kategorien mit höherem Risiko bewertet eine unabhängige benannte Stelle die Konformität. CE ist eine Selbsterklärung, gestützt auf eine technische Dokumentation und eine EU-Konformitätserklärung — kein EU-Zertifikat.
Wie hängt die CE-Kennzeichnung mit einem Digitalen Produktpass zusammen?
DPP und CE-Kennzeichnung dienen unterschiedlichen Zwecken — CE bescheinigt Konformität, der DPP trägt strukturierte Produktdaten — doch sie verbinden sich: Ein Pass kann auf die EU-Konformitätserklärung verweisen, sodass die Konformitätsnachweise vom selben QR aus erreichbar sind. Die ESPR-DPP-Anforderungen treten neben die bestehenden CE-Pflichten, nicht an ihre Stelle.