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title: Wann braucht mein Produkt einen DPP? ESPR-Zeitplan
description: Batterien brauchen bis 18.2.2027 einen DPP. Andere ESPR-Gruppen warten auf delegierte Rechtsakte. Finden Sie Gruppe, Termin und Vorbehalte.
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# Wann braucht mein Produkt einen DPP? ESPR-Zeitplan

> Batterien brauchen bis 18.2.2027 einen DPP. Andere ESPR-Gruppen warten auf delegierte Rechtsakte. Finden Sie Gruppe, Termin und Vorbehalte.

Die meisten Produkte benötigen noch keinen Digital Product Passport (DPP). Nach der ESPR (Verordnung (EU) 2024/1781) wird der DPP Produktgruppe für Produktgruppe eingeführt, jeweils aktiviert durch einen eigenen delegierten Rechtsakt. Die einzige feste Frist heute betrifft Batterien: verpflichtend ab dem 18. Februar 2027 nach der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Weitere Prioritätsgruppen — Textilien, Elektronik, Möbel, Eisen und Stahl, Reifen, Reinigungsmittel — stehen im ESPR-Arbeitsplan, doch die meisten ihrer Termine sind noch nicht endgültig und hängen von delegierten Rechtsakten ab. Um zu beantworten, ob Ihr Produkt einen DPP braucht und bis wann, bestimmen Sie Ihre ESPR-Gruppe und verfolgen Sie ihren delegierten Rechtsakt.

Die meisten Produkte benötigen noch keinen Digital Product Passport (DPP). Die EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR, Verordnung (EU) 2024/1781) führt den DPP Produktgruppe für Produktgruppe ein, jeweils aktiviert durch einen eigenen delegierten Rechtsakt. Die einzige heute fest datierte Pflicht ist der Batteriepass: verpflichtend ab dem 18. Februar 2027 nach der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Für alle übrigen Prioritätsgruppen (Textilien und Bekleidung, Elektronik und IKT, Möbel, Eisen und Stahl, Reifen, Reinigungsmittel) werden DPP-Anforderungen im Rahmen des ESPR-Arbeitsplans erwartet, doch die meisten genauen Termine stehen noch nicht fest und hängen von delegierten Rechtsakten ab. Um zu wissen, ob Ihr Produkt einen DPP braucht, bestimmen Sie zuerst Ihre ESPR-Produktgruppe und verfolgen Sie dann den delegierten Rechtsakt, der ihre Regeln und Fristen festlegt.

## Wie die ESPR entscheidet, welche Produkte einen DPP brauchen

Die ESPR ist eine Rahmenverordnung: Sie ist bereits in Kraft, erlegt aber für sich genommen keinem Produkt DPP-Pflichten auf. Stattdessen wählt die Europäische Kommission vorrangige Produktgruppen aus und erlässt dann für jede einen eigenen delegierten Rechtsakt. Dieser delegierte Rechtsakt legt erst die Ökodesign-Anforderungen, die genauen Datenfelder des Passes, den Datenträger (ein QR oder Datenträger, verknüpft über GS1 Digital Link) und das Anwendungsdatum fest. Die praktische Frage lautet daher nie nur "gilt die ESPR für mich", sondern "wurde für meine Produktgruppe ein delegierter Rechtsakt erlassen und welches Datum setzt er".

## Batterien: die eine harte Frist (18. Februar 2027)

Batterien werden nicht von der ESPR, sondern von der eigenständigen EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 geregelt und stehen an erster Stelle. Ab dem 18. Februar 2027 muss jede EV-Batterie, jede Batterie für leichte Verkehrsmittel (LMT) und jede Industriebatterie mit einer Kapazität über 2 kWh, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht wird, einen digitalen Batteriepass tragen, der über einen QR-Code zugänglich ist. Der Pass muss strukturierte Daten zu Herkunft, Materialzusammensetzung, CO2-Fußabdruck, Leistung über die Lebensdauer der Batterie sowie Informationen zum Lebensende und zum Recycling enthalten. Wenn Sie solche Batterien in Verkehr bringen, ist dies ein festes Rechtsdatum, keine Prognose.

## Die ESPR-Prioritätsgruppen und was wir über ihre Termine wissen

Der ESPR-Arbeitsplan benennt die Produktgruppen, die die Kommission zuerst behandeln will. Textilien und Bekleidung sind ausdrücklich eine Prioritätsgruppe, und erste Textil-DPP-Anforderungen werden häufig für etwa 2027 bis 2028 genannt — sie sind aber noch nicht fest datiert, da der delegierte Rechtsakt nicht abgeschlossen ist. Dieselbe Vorsicht gilt durchgängig: Diese Gruppen stehen auf dem Fahrplan, doch ihre genauen Anwendungsdaten hängen von delegierten Rechtsakten ab, die noch in Vorbereitung sind. Behandeln Sie jedes einzelne Datum, das Sie für Nicht-Batterie-Gruppen zitiert sehen, als Erwartung und nicht als feststehende Pflicht, bis der betreffende Rechtsakt im Amtsblatt veröffentlicht ist.

- Batterien (EV, LMT, industriell >2 kWh) — verpflichtend ab 18. Februar 2027 nach Verordnung (EU) 2023/1542. Fest datiert.
- Textilien und Bekleidung — ESPR-Prioritätsgruppe; erste Anforderungen erwartet ~2027-2028 nach dem Arbeitsplan, genaues Datum hängt vom delegierten Rechtsakt ab.
- Elektronik und IKT — benannte Prioritätsgruppe; Zeitplan erwartet nach dem ESPR-Arbeitsplan, noch nicht fest datiert.
- Möbel — benannte Prioritätsgruppe; Zeitplan erwartet nach dem ESPR-Arbeitsplan, noch nicht fest datiert.
- Eisen und Stahl — benannte Prioritätsgruppe; Zeitplan erwartet nach dem ESPR-Arbeitsplan, noch nicht fest datiert.
- Reifen und Reinigungsmittel — benannte Prioritätsgruppen; Zeitpläne erwartet nach dem ESPR-Arbeitsplan, noch nicht fest datiert.

## Eine Vier-Schritt-Methode, um Ihre Gruppe und Ihren Termin zu finden

Sie können "braucht mein Produkt einen DPP und bis wann" mit einer wiederholbaren Prüfung selbst beantworten. Erstens: Ordnen Sie Ihr Produkt dem ESPR-Arbeitsplan und dem Geltungsbereich der Batterieverordnung zu — Batterien werden getrennt geregelt. Zweitens: Prüfen Sie, ob für diese Gruppe ein delegierter Rechtsakt erlassen wurde; existiert noch keiner, haben Sie heute keine DPP-Pflicht, sondern nur einen Fahrplan zum Beobachten. Drittens: Lesen Sie das Anwendungsdatum und die Übergangsfrist in diesem Rechtsakt, da Pflichten typischerweise für ab einem genannten Datum in Verkehr gebrachte Produkte gelten. Viertens: Prüfen Sie regelmäßig erneut, denn delegierte Rechtsakte werden fortlaufend bis etwa 2027 bis 2030 erlassen.

## Das zentrale EU-DPP-Register geht am 19. Juli 2026 in Betrieb

Ein Datum, das für alle feststeht, ist der Start des zentralen EU-DPP-Registers, das nach Artikel 13 der ESPR ab dem 19. Juli 2026 betriebsbereit sein soll. Das Register ist ein Verzeichnis, kein Datenspeicher: Anhand der eindeutigen Produktkennung über GS1 Digital Link gibt es den Speicherort des Produktpasses zurück, der weiterhin beim Hersteller oder dessen Plattform gehostet wird. Es enthält zudem eindeutige Kennungen und Zoll-Warencodes für Produkte, die in den zollrechtlich freien Verkehr überführt werden. Der Start des Registers macht für sich genommen keinen DPP einer Produktgruppe verpflichtend — das hängt weiterhin vom delegierten Rechtsakt jeder Gruppe ab — aber es ist das Rückgrat, an das sich jeder Pass anschließt.

> **Wichtigste Erkenntnis**
>
> Heute steht nur eine DPP-Frist fest: Batterien am 18. Februar 2027 nach Verordnung (EU) 2023/1542. Das zentrale EU-DPP-Register geht am 19. Juli 2026 in Betrieb. Jede andere Gruppe (Textilien, Elektronik, Möbel, Stahl, Reifen, Reinigungsmittel) steht im ESPR-Arbeitsplan, wartet aber auf einen delegierten Rechtsakt, sodass ihr Datum eine Erwartung und keine feststehende Pflicht ist.

## Warum sich frühe Vorbereitung auch ohne festen Termin lohnt

Das Schwierigste an einem DPP ist selten der QR-Code — es ist das Zusammenstellen genauer, quellenbelegter Produktdaten, von denen vieles bei vorgelagerten Lieferanten liegt. Diese Arbeit dauert unabhängig vom Rechtsdatum Monate, sodass das Fehlen einer endgültigen Frist für Ihre Gruppe kein Grund zum Warten ist. Hier hilft TracePass: Sie laden die Unterlagen hoch, die Sie bereits haben — Datenblätter, Zertifikate, EPREL-Einträge — und die KI extrahiert und füllt die regulierten Felder, jeweils mit einem Konfidenzwert und einem Link zurück zur Quelle. Ein Mensch prüft und genehmigt, bevor etwas veröffentlicht wird, und ein Lieferantenportal sammelt die fehlenden vorgelagerten Daten, die Sie nicht selbst ausfüllen können.

TracePass wird in der EU gehostet, mit Tarifen, die von einer kostenlosen Stufe (3 Pässe) über Basic für 49 €/Monat bis Starter für 350 €/Monat skalieren, der KI-Extraktion hinzufügt — und es gibt keine Abrechnung pro Scan oder pro SKU, sodass ein millionenfach gescannter Pass gleich viel kostet wie einer, der nie gescannt wird. Frühe Anwender wie die Schmuckmarke Vantony nutzen es, um schon heute GS1-Digital-Link-QR-Pässe zu veröffentlichen, und bauen jetzt die Datendisziplin auf, die jeder künftige delegierte Rechtsakt verlangen wird.

## FAQ

### Braucht mein Produkt jetzt schon einen Digital Product Passport?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht — es sei denn, Sie bringen EV-, LMT- oder Industriebatterien über 2 kWh auf den EU-Markt; diese brauchen ab dem 18. Februar 2027 einen Batteriepass. Für alle anderen Produktgruppen wird ein DPP erst verpflichtend, sobald die Europäische Kommission den delegierten Rechtsakt für Ihre ESPR-Gruppe erlässt, und die meisten dieser Rechtsakte sind noch in Vorbereitung.

### Was ist die erste feste DPP-Frist?

Der Batteriepass nach der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542, verpflichtend ab dem 18. Februar 2027 für EV-, LMT- und Industriebatterien mit einer Kapazität über 2 kWh. Es ist heute die einzige fest datierte DPP-Pflicht; alle ESPR-Produktgruppen-Termine hängen von delegierten Rechtsakten ab.

### Wann brauchen Textilien einen DPP?

Textilien und Bekleidung sind eine Prioritätsgruppe im ESPR-Arbeitsplan, und erste Anforderungen werden häufig für etwa 2027 bis 2028 genannt. Das genaue Datum steht jedoch noch nicht fest — es hängt vom delegierten Rechtsakt für Textilien ab. Bis dieser Rechtsakt im Amtsblatt veröffentlicht ist, sollte jedes konkrete Textil-DPP-Datum als Erwartung behandelt werden.

### Was ist das zentrale EU-DPP-Register und wann startet es?

Es ist ein Verzeichnis, das nach Artikel 13 der ESPR ab dem 19. Juli 2026 betriebsbereit sein soll und die eindeutige Produktkennung (über GS1 Digital Link) mit dem Speicherort des Passes verknüpft. Es speichert die Pässe nicht selbst und macht für sich genommen keinen DPP einer Gruppe verpflichtend; die Pflicht jeder Gruppe ergibt sich weiterhin aus ihrem eigenen delegierten Rechtsakt.

### Wie finde ich den DPP-Termin für mein konkretes Produkt?

Ordnen Sie Ihr Produkt dem ESPR-Arbeitsplan und dem Geltungsbereich der Batterieverordnung zu und prüfen Sie dann, ob für diese Gruppe ein delegierter Rechtsakt erlassen wurde. Falls ja, lesen Sie dessen Anwendungsdatum und Übergangsfrist; falls noch keiner existiert, haben Sie heute keine Pflicht, nur einen Fahrplan. Prüfen Sie regelmäßig erneut, da Rechtsakte fortlaufend bis etwa 2027 bis 2030 erlassen werden.

### Sollte ich mich vorbereiten, bevor meine Gruppe einen festen Termin hat?

Ja. Der langwierige Teil eines DPP ist das Sammeln genauer, quellenbelegter Daten, vieles davon von vorgelagerten Lieferanten, was unabhängig vom Rechtsdatum Monate dauert. Werkzeuge wie TracePass extrahieren regulierte Felder aus vorhandenen Dokumenten mit Konfidenzwerten und Quellenlinks, leiten fehlende Daten über ein Lieferantenportal und veröffentlichen GS1-Digital-Link-QR-Pässe schon jetzt.
