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title: Brauchen Lampen einen Digitalen Produktpass?
description: Für Leuchten gilt kein DPP-Pflichttermin. ESPR stellt keine Anforderungen direkt — Pflichten entstehen durch Rechtsakte, keiner für Leuchten erlassen.
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# Brauchen Lampen einen Digitalen Produktpass?

> Für Leuchten gilt kein DPP-Pflichttermin. ESPR stellt keine Anforderungen direkt — Pflichten entstehen durch Rechtsakte, keiner für Leuchten erlassen.

Wenn Sie Leuchten für den EU-Markt herstellen oder einführen, sind Ihnen möglicherweise Hinweise auf eine „DPP-Frist 2029“ für Elektronik oder Leuchten begegnet. Dieses Datum ist keine bestätigte Pflicht — es ist eine indikative Schätzung aus dem ESPR-Arbeitsplan der Europäischen Kommission, und der zugrundeliegende delegierte Rechtsakt, der einen Leuchten-DPP rechtlich verpflichtend machen würde, wurde noch nicht erlassen. Hier ist, was das Recht heute tatsächlich besagt, und was zu beobachten ist.

## Brauchen Leuchten rechtlich jetzt schon einen DPP?

Nein. Leuchten sind Elektro- und Elektronikgeräte (EEG), und EEG fällt unter die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR — Verordnung (EU) 2024/1781). Allerdings stellt ESPR selbst keine DPP-Anforderungen. Die Verordnung bildet den rechtlichen Rahmen, und delegierte Rechtsakte nach Artikel 4 sind der Mechanismus, durch den spezifische Produktpflichten — einschließlich eines Digitalen Produktpasses — verpflichtend werden. Für Leuchten oder EEG allgemein wurde kein delegierter Rechtsakt erlassen, daher ist heute kein Leuchten-DPP gesetzlich erforderlich.

## Wann könnte ein Leuchten-DPP verpflichtend werden?

Der erste ESPR-Arbeitsplan der Europäischen Kommission (2025–2030) listet Elektronik und EEG als Prioritätsgruppe auf, mit einem indikativen Zeitplan von etwa 2029 für einen delegierten Rechtsakt. Diese Zahl — 2029 — ist eine Schätzung in einem Reihenfolge-Dokument, keine rechtliche Frist. Der delegierte Rechtsakt selbst setzt das Datum, und er wurde noch nicht erlassen. Bis die Kommission einen Elektronik/EEG-Rechtsakt förmlich erlässt, bleibt die Zahl 2029 eine reine Planungsschätzung.

> **2029 ist indikativ, nicht bestätigt**
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> Jede Quelle, die behauptet, ein Leuchten-DPP sei „ab 2029 verpflichtend“, zitiert eine Arbeitsplan-Schätzung als rechtliche Frist. Die Kommission kann ihren Arbeitsplan überarbeiten, und der delegierte Rechtsakt für EEG wurde noch nicht in endgültiger Form vorgeschlagen. Planen Sie für die Möglichkeit, behandeln Sie es nicht als feste Verpflichtung.

## Was ist mit dem Akku in einer aufladbaren Leuchte?

Das ist eine separate Angelegenheit, die durch eine separate Verordnung geregelt wird. Wenn eine Leuchte eine Batterie enthält, die in den Geltungsbereich der EU-Batterieverordnung (Verordnung (EU) 2023/1542) fällt, benötigt diese Batterie ab dem 18. Februar 2027 einen eigenen Digitalpass nach Artikel 77. Die entscheidenden Abgrenzungsfragen sind Batterietyp und -kapazität: LMT-Batterien über 25 V oder 250 W, Industriebatterien über 2 kWh und EV-Batterien sind im Geltungsbereich. Die meisten Leuchtenbatterien für Verbraucher sind kleine Lithiumzellen weit unterhalb der Industrieschwelle und fallen damit nicht unter die Batteriepass-Pflicht ab Februar 2027 — aber überprüfen Sie die Kategorie und Kapazität für Ihr konkretes Produkt. Die Leuchte selbst hat unabhängig von der Batterie heute keine DPP-Pflicht.

## Was können Sie jetzt tun?

Es gibt keine rechtliche Anforderung, heute für einen Leuchten-DPP zu handeln. Was Sie sinnvollerweise tun können, ist sich vorzubereiten: Machen Sie sich mit der Elektronik-Kategorievorlage vertraut — TracePass modelliert 166 Felder für die EEG/Elektronik-Kategorie gegen den ESPR-Rahmen und EPREL — damit Sie wissen, welche Daten letztlich benötigt werden und wo sie in Ihrer Lieferkette liegen. Beobachten Sie die ESPR-Arbeitsplan-Aktualisierungen der Kommission auf etwaige Voranschritte beim EEG-delegierten Rechtsakt. Und wenn Ihre Leuchte eine betroffene Batterie enthält, gehen Sie jetzt die Batteriepass-Pflicht nach der Batterieverordnung an — dieses Datum, der 18. Februar 2027, ist fest.

## FAQ

### Brauchen Leuchten nach EU-Recht einen Digitalen Produktpass?

Nicht heute. Leuchten sind EEG nach ESPR (Verordnung (EU) 2024/1781), aber ESPR stellt selbst keine DPP-Anforderungen — Pflichten entstehen nur durch produktspezifische delegierte Rechtsakte nach Artikel 4. Für Leuchten oder Elektronik wurde kein solcher Rechtsakt erlassen, daher ist derzeit kein Leuchten-DPP gesetzlich vorgeschrieben.

### Wann wird der Leuchten-/Elektronik-DPP verpflichtend?

Es gibt kein bestätigtes Datum. Der ESPR-Arbeitsplan nennt Elektronik/EEG als Priorität um 2029, aber das ist eine indikative Schätzung in einem Planungsdokument, keine rechtliche Frist. Das Pflichtdatum setzt der delegierte Rechtsakt selbst, der noch nicht förmlich vorgeschlagen oder erlassen wurde.

### Braucht der Akku einer aufladbaren Leuchte einen DPP?

Das hängt von Kategorie und Kapazität der Batterie ab. Die EU-Batterieverordnung (2023/1542) verlangt ab dem 18. Februar 2027 einen Digitalen Batteriepass für EV-Batterien, Industriebatterien über 2 kWh und LMT-Batterien über 25 V oder 250 W. Die meisten Leuchtenbatterien für Verbraucher sind kleine Lithiumzellen weit unter der Industrieschwelle — typischerweise außerhalb dieser Pflicht — aber prüfen Sie es für Ihr konkretes Produkt.

### Sollte ich jetzt mit der Vorbereitung eines Leuchten-DPP beginnen?

Es gibt heute keine rechtliche Handlungspflicht. Praktische Vorbereitung bedeutet: die Elektronik-Kategorievorlage und die dafür benötigten Lieferkettendaten verstehen, den ESPR-Arbeitsplan auf EEG-Rechtsakt-Fortschritte beobachten und — falls zutreffend — die Batteriepass-Pflicht nach der Batterieverordnung für jede betroffene Batterie angehen, die ein festes Datum hat: den 18. Februar 2027.
